Jun 132016
 

Lernerfolg im StudiumIm Beitrag “Zur Konzeptualisierung des studentischen Lernerfolgs” untersucht Thomas Martens die Grundlagen für den Lernerfolg im Studium. Dabei werden Herausforderungen des Hochschulstudiums als individueller Lern- und Bewältigungsprozess verstanden. Den Sammelband zur Jahrestagung der AQ Austria 2015 finden Sie auf Pedocs im Volltext und hierin den Beitrag von Thomas Martens auf den Seiten 63 – 72: [pdf]

Der Lernerfolg im Studium ist individuell

Der Beitrag zeigt, wie die Konzeptualisierung des Lernerfolgs auf die zugrundeliegenden Lernprozesse ausgeweitet werden kann und eigentlich auch muss. Aus dieser Perspektive ergibt sich auch, dass individuell erfolgreiche Bewältigungsstrategien einer Bildungsherausforderung nicht notwendigerweise in einem maximalen Outcome resultieren – etwa im Sinne eines besonders hohen Kompetenzniveaus. Aus individueller Perspektive macht es unbedingt Sinn, dass die Lernenden eine Abschätzung Ihrer persönlichen Ressourcen im Verhältnis zu einem zu erzielenden Outcome durchführen.

Lernerfolg im Studium und Lerneinsatz sollte ausbalanciert werden

Die Mehrheit der Studierenden balanciert den Einsatz von persönlichen Ressourcen sehr bewusst aus. Die motivationale Regulation ist bei diesen Studierenden so ausgerichtet, dass Prüfungen bewältigt werden – allerdings nicht immer mit Spitzennoten. Auch aus theoretischer Perspektive macht eine solche Ausbalancierung durchaus Sinn. Wenn eine stark ausgeprägte Motivierungsphase zu einem großen Lerneinsatz führt, wird ein solches selbstbestimmtes Lernen oft nicht als anstrengend empfunden. Eine einseitige Orientierung auf den Outcome kann allerdings zu starrer Selbstregulation führen und damit auch zur Überanstrengung oder in letzter Konsequenz auch zum Burnout.

Bild (c) Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria

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