Mai 102019
 

reMarkable Test
reMarkable Test – Was ist ein reMarkable?
Ein reMarkable sieht aus wie ein großer E-Book-Reader und fühlt sich auch so an. Die Anzeige des reMarkable ist ein sehr gut lesbare LCD-Flüssigkeitskristallanzeige: schwarze Schrift auf hellgrauen Grund. Das eigentliche Geheimnis des reMarkable liegt allerdings in der Beschaffenheit seiner Oberfläche: es ist ein rauer Kunststoff. In Kombination mit der Faserspitze des reMarkable Stifts ergibt sich hieraus ein Schreibgefühl, das dem Schreiben mit dem Bleistift auf Papier sehr nahekommt.

Was kann man mit einem reMarkable machen?
Hauptsächlich Schreiben – und das in aller Variationen: mit Linienunterstützung oder Blanko oder auf einer Reihe von anderen Vorlagen. Es wäre auch möglich zu zeichnen – etwa kleine Mindmaps. Unterstützt wird der Schreibprozess durch verschiedene Stiftarten und drei Radiergummifunktionen- besonders praktisch ist eine Art Radierlasso, mit der sich Flächeninhalt löschen lassen. Wer möchte kann auf dem reMarkable verschiedene Ebenen benutzen. Dies ist besonders praktisch, um PDF-Dokumente oder E-Books im E-PUB-Format zu kommentieren.

Wie fügt sich der reMarkable in den „normalen” Workflow ein?
Mit der reMarkable APP, die auf PC und Handy sowie Tablet gleichermaßen läuft, werden die Dokumente synchronisiert (getestet mit Windows 10 und lOS) Die Dokumente, die auf dem reMarkable erstellt wurden, kann man sich also sofort auf dem PC anschauen und auch als Bild oder PDF weiterverarbeiten. Umgekehrt kann man PDF-Dokumente und E-Pub-Dateien per Drag & Drop in die reMarkable-App ziehen und dann auch gleich auf dem reMarkable weiterverarbeiten. Auf dem reMarkable steht außerdem eine Funktion für die Erkennung von Schriften Zur verfügung (dieser Text ist ebenfalls auf dem reMarkable entstanden).
Die Ergebnisse dieser Schrifterkennung ist bei normalen Wirten sehr gut und funktioniert für die deutsche Sprache fast so gut wie für die englische. Allerdings lassen sich die Ergebnisse der Spracherkennung bisher nicht speichern und müssen per Mail weiterverarbeitet werden.

reMarkable Test – Technik
Im Innern des reMarkable werkelt ein 1GHz ARM -19 mit 512 MB DDR 3L RAM und 8GB Speicher. Das Betriebssystem Codex, das auf Linux basiert, meistert alle Aufgaben ohne Verzögerung. Das E-Ink-Display arbeitet mit einer Auflösung von von 1827 × 1404 Punkten auf einer 10.3″ -Diagonale. Dies entspricht einer Auflösung von 226 DPI. Ein schönes Display, das zum Schreiben vollkommen ausreicht. Eine Hintergrundbeleuchtung ist nicht vorhanden. Die Geschwindigkeit des E-Ink-Displays ist natürlich – bedingt durch die Bauart – etwas träge, was man bei dem Aufbau von neuen Seiten merkt – in etwa so wie bei einem E-Book-Reader. Der Akku mit 3000 mA lässt sich per Micro USB aufladen und hält mehrere Tage durch. Der Stift braucht keinen Strom und hat am Ende eine kleine Aufbewahrung für eine Ersatzspitze – sehr praktisch.

reMarkable Test – Fazit
Alle Details des reMarkable sind wirklich sehr gut durchdacht. Man merkt, dass die Entwickler sich große Mühe gegeben haben, an alles zu denken.
Aber das wichtigste ist: es macht Spaß, damit zu schreiben. Und obwohl ich mit 10 Fingern schnell tippen kann, schreibe ich lieber mit einem Stift. Das reMarkable hat nach kurzer Zeit alle meine Notizbücher ersetzt. ☺ Und das sagt ja eigentlich schon alles. Eine klare Kaufempfehlung für alle die viel Schreiben (müssen) und lieber mit Stift als mit Tastatur arbeiten wollen.

Hier gibt es einen Rabatt von 80 Euro auf den reMarkable.

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