Lernmotivation im Studium – Workshop für Lehrende an Universität und Hochschule

 

Workshop: Lernmotivation im Studium: Lernprozesse fördern und einfordern

Lernmotivation im Studium

Dieser Workshop soll die unterschiedlichen Wege der Lernmotivation im Studium beleuchten und aufzeigen, wie die individuellen Lernprozesse der Studierenden gezielt gefördert werden können. Die Inhalte des Workshops richten sich nach den neuesten Erkenntnissen der Motivationsforschung und Hochschuldidaktik. Die theoretische Grundlage bildet das Integrierte Lern- und Handlungsmodells (Martens, 2012), das die typischen Prozesse des Lernens in drei Hauptphasen einteilt (Motivierungsphase, Intentionsphase und Volitionsphase) und mit den neurowissenschaftlich fundierten Erkenntnissen von Kuhl (2000) ins Verhältnis setzt.

Inhalte des Workshops

  • Heterogenität und Studienerfolg
  • Lernmotivation: Herausforderungen aufzeigen und Verantwortung übernehmen
  • Lernintention: Lernstrategien aufzeigen und auswählen
  • Umsetzung einer Lernhandlung: Balance zwischen Selbstregulation und Selbstkontrolle
  • Rückkopplung: Lernfortschritt und Lerneffizienz fortlaufend überprüfen
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    Ihr Nutzen

    Sie lernen die neuesten Erkenntnisse der Motivationsforschung kennen. Sie entwickeln die die Konzeption und Elemente Ihrer Lehrveranstaltung weiter, um die Lernmotivation der Studierenden gezielt zu fördern.

    Zielgruppen

    Dieser Workshop richtige sich an Lehrende an Universität und Hochschule denen die Lernmotivation ihrer Studierenden wichtig ist.

    Vorbereitungsliteratur

    Martens, T. (2016). Zur Konzeptualisierung des studentischen Lernerfolgs: Die Bewältigung von Anforderungen der Hochschule als individueller Lernprozess in A. Hopbach (Hrsg.), Gutes Lernen und gute Lehre. Welchen Beitrag leistet die Qualitätssicherung. Beiträge zur 3. AQ Austria Jahrestagung 2015 (S. 63 – 72). Wien : Facultas Verlags- und Buchhandels AG 2016

    URN: [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0111-pedocs-120830] [pdf]

    Referent

    Prof. Dr. Thomas Martens ist Motivationsforscher und arbeitet als Professor für Pädagogische Pschologie an der Medical School Hamburg und assoziierter Wissenschaftler am Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung. Er ist Editor-in-Chief der Frontline Learning Research und Mitglied im Editorial Board der NEPS Working Paper. Er erforscht die Lernmotivation in zwei vom BMBF geförderten Projekten.

    Lernmotivation im Studium - Workshop

    Das Integrierte Lern- und Handungsmodell (ILHM) von Martens (2012).

    Tipps für die Förderung Lernmotivation

  • Bereitstellung von weiterreichenden Informationen über das Lernthema im Vorfeld
  • Transparente Vermittlung der Lernziele und der Lernherausforderungen (ohne Ängste zu wecken)
  • Bereitstellung von Instrumenten zur Selbstdiagnose von Vorwissen
  • Angebot von Lernthemen (zur freien Auswahl)
  • Schaffung einer angstfreien Lernatmosphäre
  • Phasen der Entspannung in den Lernprozess einbauen
  • Berücksichtigung der Heterogenität von Lernmotivationen
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    Tipps für die Förderung der Lernintention

  • Unterstützung bei der Suche nach neuen Arbeits- und Lernmethoden
  • Angebote verschiedener Lernmethoden (zur freien Auswahl)
  • Vermittlung welche Lernmethoden effektiv sein könnten
  • Zeit und Muße für Methodenreflexion
  • Phasen der Entspannung in den Lernprozess einbauen
  • Berücksichtigung von unterschiedlichen Lernstrategien
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    Tipps für die Förderung der Umsetzung von Lernhandlungen (Volition)

  • Geschützte und störungsfreie Lernumgebung schaffen
  • Phasen der Entspannung in den Lernprozess einbauen
  • Kollaboratives Lernen organisieren mit Hilfe von Rollenskripten, etwa dem Gruppenpuzzle (Wechselseitiges Lehren und Lernen)
  • Individuelle Zeit und Arbeitsplanung zulassen
  • Berücksichtigung von unterschiedlichen Lernwegen
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    Tipps für die Förderung von Rückkopplungsprozessen

  • Verknüpfung verschiedener Wissensbereiche
  • Feedback zum individuellen Lernfortschritt
  • Feedback zur Effektivität von Lernmethoden
  • Bereitstellung von Instrumenten zur Selbstdiagnose
  • Bereitstellung von Kriterien zur Selbstdiagnose
  • Kennzeichnung von individuellen Lernfortschritten